Zurzeit entsteht eine Bewegung gegen die Wehrpflicht. Deshalb geht unser Autor der Frage nach, wie wir uns dazu stellen sollen. [Hermann Nehls]
Zehntausende, vor allem junge Leute, haben gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht demonstriert. Doch wenn dieser Kampf scheitert: Was bleibt an realistischen Optionen für eine Militärpolitik der Linken? [Axel Hopfmann]
Flugblatt der ISO intersoz.org
Die gesellschaftliche Linke steht sicherheitspolitisch unter Zugzwang: Während rechte Kräfte Militarismus als Antwort auf globale Krisen durchsetzen und die Bundesregierung auf Hochrüstung setzt, fehlt eine eigene, handlungsfähige linke Strategie. Michael Heldt in Links bewegt
Tausende Menschen entscheiden sich jedes Jahr dafür, sich in der Gesellschaft zu engagieren, anstatt zu den Waffen zu greifen: in Spitälern, in Altersheimen, in Umwelt- oder Kulturprojekten. Es ist eine andere Art, Sicherheit zu verstehen: nicht basierend auf militärischer Gewalt, sondern auf Solidarität, Fürsorge und kollektiver Verantwortung. MpS/BfS Ticino/Tessin, sozialismus.ch
Die Vierte Internationale und ihre Sektionen lehnen das kapitalistische Konzept von „Sicherheit“ ab, das einen noch größeren Einsatz von Massenvernichtungswaffen erfordert. Europa ist bereits stark militarisiert und leidet unter jahrelangen Sparmaßnahmen und Kürzungen in den öffentlichen Dienstleistungen, aber wenn es darum geht, die Rüstungsindustrie zu finanzieren, mangelt es nicht an Geld. [Internationales Komitee]
Die Zeitenwende ist in eine neue Phase eingetreten, der Widerstand gegen die Militarisierung allerdings ebenfalls. [Jakob Schäfer]
Wirklich niemand dürfte bestreiten, dass die EU-Mitgliedsstaaten eine Aufrüstungswelle losgetreten haben, die ihresgleichen sucht ‒ die Frage ist deshalb, gegen wen sich dies richtet. [Jürgen Wagner]
Der folgende Beitrag geht auf die zentralen Herausforderungen in der BRD heute und einen notwendigen Politikwechsel der Gewerkschaften ein. [Thies Gleiss]
Angesichts der neuen Szenarien einer immer weiter verschärften europäischen Aufrüstung ist es dringender denn je, eine gemeinsame europäische Bewegung gegen die Militarisierung in Gang zu bringen. [Gippò Mukendi Ngandu]
Aufrüstung liegt nicht im Interesse der Lohnabhängigen und trägt nicht zur Sicherheit bei. Vor allem fehlen die Milliarden, die ins Militär fliessen, beim Ausbau der sozialen Sicherheit, der Infrastruktur und bei der Bekämpfung des Klimawandels. Wir dürfen uns nicht in einen Teufelskreis der Kriegshetze hineinziehen lassen. BfS, sozialismus.ch
Die viel beschworene „Zeitenwende“ von Kanzler Scholz steht nicht zuletzt in einer Kontinuität deutscher Großmachtambitionen, die nun aber durch das Bundeswehr-Sondervermögen auf einem ungleich höheren Niveau realisiert werden sollen. [Jürgen Wagner]
Bundeskanzler Scholz schwadronierte jüngst im Bundestag von einer „Zeitenwende“. Mit seinem Coup leitete er die Wende zu noch massiverer Aufrüstung und Umverteilung von unten nach oben ein. [Koordination der ISO]
Jeder Staat ist eine Zwangsorganisation der herrschenden Klasse. Polizei und Armee sind die wichtigsten Instrumente des Staats. Während der Aufstiegsphase des kapitalistischen Systems wird das staatliche Monopol auf bewaffnete Kräfte als etwas Natürliches wahrgenommen, auch von den unterdrückten Klassen. [Leo Trotzki]
Eine redaktionelle Vorbemerkung, die als Distanzierung verstanden wurde undn eine heftige Debazze auslöste. [Thies Gleiss]
Amtwort auf die „Einordnung des Textes von Leo Trotzki“ [Friedrich Dorn, Kilian Malik und Michael Sankari]
Damit die Bevölkerung Deutschlands sich gegen jeden Überfall – von innen oder von außen – wirksam verteidigen kann, muss die Bundeswehr durch ein Milizsystem ersetzt werden (in der Schweiz gibt es das schon lange). [Manuel Kellner]
Die entwickelten kapitalistischen Staaten haben die ganze Welt militärisch erobert und allein zwei Weltkriege um die Neuaufteilung der Erde geführt. [Hans-Jürgen Schulz]
Die Auszüge, die wir bringen, spiegeln die Atmosphäre und die Bedingungen politischer Arbeit in den ersten zwei Nachkriegsjahrzehnten wider, einer heute weithin unbekannten Epoche. [Hans-Jürgen Schulz]
Verschiedentlich entstand in den letzten zwei Jahren der Eindruck, als könnte die allgemeine Gefahr eines Dritten Weltkriegs kurzfristig reale Gestalt annehmen. Oberflächliche Kommentatoren haben des Öfteren diesen Schluß gezogen. [Ernest Mandel]
Die Kampagne für verstärkte Aufrüstung des Imperialismus auf Initiative von Washington nimmt seit der Wahl von Ronald Reagan riesige Ausmaße an. Und gleichzeitig läuft von seiten des Kapitals ein Generalangriff der Austerität gegen die Werktätigen. So sehen die Antworten aus, welche der nordamerikanische Imperialismus, sein japanischer Verbündeter und vor allem seine westeuropäischen Alliierten auf die Krise des Kapitalismus und auf den revolutionären Prozess, der vor allem in den halbkolonialen Ländern weitergeht, haben, [Vereinigtes Sekretariat]
Die Niederlande haben die Wehrpflicht abgeschafft. Die weltweit einmalige „Gewerkschaft der Wehrdienstpflichtigen Soldaten“ (VVDM) dieses Landes hat sich selbst aufgelöst. Aber hat sie wirklich ihre Ziele erreicht? [Ron Blom]
Militärpolitisches Programm der GIM (Februar 1976) MAO-Archiv
Plattform (1976) MAO-Archiv
Zeitung der ASG (1974-1982) MAO-Archiv
Vietnam: Tausende von US-Soldaten wollten nicht länger als Kanonenfutter dienen in einem sinnlosen Krieg. Wie Hamburger dabei halfen, Deserteure in Sicherheit zu bringen. MoPo , sds-apo68hh.de
Während das vietnamesische Volk den Kampf für Unabhängigkeit und sozialistische Demokratie gegen den barbarischen US-Imperialismus führt, während in Westberlin der Senat als Komplice des US-Imperialismus versucht, jede Solidarisierung mit dem Befreiungskampf des vietnamesischen Volkes als kriminell zu verfolgen und mit Polizeiterror zu zerschlagen, haben sich in Westberlin Vertreter der sozialistischen Jugend Westeuropas, Vertreter der amerikanischen Widerstandsbewegung und Vertreter der revolutionären Jugend der drei Kontinente versammelt, um ihre Solidarität mit dem Befreiungskampf, des vietnamesischen Volkes zu bekunden und um gemeinsame Maßnahmen für den Kampf gegen den US- Imperialismus zu beraten. sds-apo68hh.de
Die meisten Menschen in der revolutionär-sozialistischen Bewegung, die sich für deren Aktivitäten während des Zweiten Weltkriegs interessieren, werden von der Gruppe in Frankreich gehört haben, die eine Zeitung Arbeiter und Soldat herausgab, die sich an die einfachen Soldaten der deutschen Besatzungsarmee richtete. Nun ist erstmals eine möglichst vollständige Biografie von Martin Monath (1913–44) – dem Hauptorganisator dieser mutigen Aktion – veröffentlicht worden. [Phil Ward]
Der Verein Die Freunde von Arbeiter und Soldat / L’association Les amis d’Arbeiter und Soldat verfügt jetzt über eine eigene Website und einen Auftritt bei: Facebook. Die Website wendet sich an alle, die die Arbeit des Vereins Die Freunde von Arbeiter und Soldat kennenlernen und v. a. unterstützen wollen. [H.-W. Schuster, Claudius Naumann]
Die IV. Internationale ist der Ansicht, dass es jetzt an der Zeit ist, offen und klar zu sagen, wie sie diesen Krieg und seine Teilnehmer beurteilt, wie sie die Kriegspolitik der verschiedenen Arbeiterorganisationen einschätzt, und, als Wichtigstes, was der Weg zu Frieden, Freiheit und Wohlstand ist. marxists.org
Auszug aus dem „Übergangsprogramm“ der Vierten Internationale. [1938]
Diese Thesen erscheinen zu eben dem Zeitpunkt, wo die Kriegsgefahr sich immer drohender über Europa zusammenballt. Die Abrüstungskonferenz wird zum Rüstplatz für den Abschluss neuer Militärbündnisse. sozialistischeklassiker2punkt0.de
Im Oktober 1914, kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, schrieb Trotzki, der damals in Zürich lebte, eine politische Kampfschrift über den Krieg und die Zweite Internationale. Das war die erste umfassende Darlegung einer Antikriegspolitik durch einen russischen Sozialisten. [1914]
Der Militarismus ist nichts spezifisch Kapitalistisches. Er ist vielmehr allen Klassengesellschaftsordnungen, von denen die kapitalistische die letzte ist, eigen und wesentlich. Der kapitalistischen Entwicklungsstufe entspricht am besten das Heer der allgemeinen Wehrpflicht, das aber, obwohl ein Heer aus dem Volke, kein Heer des Volkes, sondern ein Heer gegen das Volk ist, oder mehr und mehr dazu umgearbeitet wird. Karl Liebknecht: Militarismus und Antimilitarismus
Paris konnte nur Widerstand leisten, weil es infolge der Belagerung die Armee losgeworden war, an deren Stelle es eine hauptsächlich aus Arbeitern bestehende Nationalgarde gesetzt hatte. Diese Tatsache galt es jetzt in eine bleibende Einrichtung zu verwandeln. Das erste Dekret der Kommune war daher die Unterdrückung des stehenden Heeres und seine Ersetzung durch das bewaffnete Volk. Karl Marx, MEW 17
Verschiedene Textauszüge von Marx und Engels. MEW
Engels Reise nach Hamburg hatte einer Institution gedient, die in den sogenannten Befreiungskriegen entstanden war: das Hamburger Bürgermilitär, das seit 1814 alle männlichen Hamburger, die mindestens 22 Jahre als waren und das Bürgerrecht hatten, zu einem Wachkontingent für die Stadt und einer Truppe für den äußeren Krieg zusammenfasste. Jürgen Bönig, lunapark21
Märzforderungen werden Forderungen genannt, die während der Märzrevolution 1848 überall im Deutschen Bund vom Bürgertum gestellt wurden. Die Kernforderungen lauteten: 1. Volksbewaffnung mit freier Wahl der Offiziere [...] Wikipedia